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DJK Echo 1992

Auszüge aus dem DJK-Echo, September 1992
Es steht auch als PDF unter Downloads bereit



Grußwort

Liebe Sportlerinnen, liebe Sportler, liebe Freunde der DJK!

Allen Sportfestteilnehmern und Verantwortlichen am diesjährigen Jubiläumssportfest möchte ich meine herzlichen Grüße übermitteln. Es gilt allen zu danken, die bei der Gestaltung und Vorbereitung des Sommerfestes mitgewirkt und dazu beigetragen haben, daß dieses Fest ein unvergeßliches Erlebnis wird.


"Turnen verbindet, auf zum Sommerfest"


Der Begriff "Sport" heißt sich zerstreuen, sich vergnügen. Schließlich haben wir allen Grund zu feiern. 25 Jahre Gymnastikabteilung! Nur die älteren DJKlerinnen vermögen sich noch an die erste Turnstunde , die im April 1967 in der Liebfrauenturnhalle (Hauptschule Süd) stattfand, zu erinnern. Es war für die damalige Zeit ein glanzvolles und gemeinschaftsbildendes Erlebnis mit über 120 Teilnehmern.


In der Zeit darauf entstanden verschiedene Gruppen. So zählen wir heute 11 Abteilungen, die allgemein bekannt sein dürften, mit über 700 Mitgliedern. Unser Ehrenvorsitzender, Gesamtvorstand, unsere Mitarbeiter. Helfer, Übungsleiter und Abteilungsleiter betreuen die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Ihnen allen sei an dieser Stelle ein Wort des aufrichtigen Dankes gesagt, denn mit Ideen und Tatkraft bringen sie die Festigung des Vereins voran. Ohne deren gute Zusammenarbeit wäre die Durchführung des gesamten Übungsbetriebes gar nicht denkbar. Wir sind zwar eine kath. Sportgemeinschaft. haben aber in unseren Reihen auch evangl. Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige. Dies ist möglich, weil wir uns als Christen allen Menschen verpflichtet fühlen.


Das besondere am Turngeschehen ist nicht der Wettkampf, der Wettbewerb oder die Vorführung. Vor allem wird die Gemeinschaft gesucht und gefragt das gemeinsame Erleben an Sport und Freizeit. Die fröhliche und ungezwungene Atmosphäre, die Vielseitigkeit in den Turnstunden, und die stetig steigenden Mitgliederzahlen beweisen, das Turnen immer beliebter wird und im Trend der Zeit liegt. Unser Augenmerk richtet sich vor allem auf die Jugend, die wir durch Sport und Geselligkeit zu aufrichtigen und charakterfesten Menschen mit Gemeinschaftssinn fördern wollen. Ich wünsche der Gymnastikabteilung auch in den kommenden Jahren weitere Erfolge im sportlichen und menschlichen Bereich, insbesondere in der Jugendarbeit.


Grüße

Elly Mentrup




DJK - Ballettratten begeisterten Mitglieder des Kleingärtnervereins

Auf Einladung des Kleingärtnervereins "Stiller Friede" führten die Mädchen eine Kurzfassung "Der Puppenfee" - einstudiert von Renate Salinger - unter freiem Himmel vor. Wie die Presse schreibt, trugen sie mit dieser Darbietung wesentlich zum Gelingen des Sommerfestes bei.



Kinderabteilung

Im November 1991 nahm die Wettkampfgruppe der Turnerinnen - trainiert von Brigitte Pedler am Gruppenwettbewerb "Gymnastik und Tanz“ teil. Nun wollte man auch bei dem Wettbewerb Tanz" des Westf. Turnerbundes am 29.03.92 in Kamen versuchen, einen guten Platz zu erringen. Mit ihrem Rock'n Roll belegte die junge Truppe von 14 gestarteten Mannschaften einen guten 6. Platz.

Brigitte Fedler



Einstieg gelungen -

Jazztanzgruppe erreichte 5. Platz beim 1. Wettkampf

Seit 1. März d. J. ist die Jazztanzgruppe - Leitung Frau Inge Pley - im Deutschen Tanzsportverband e. V. und auch im Tanzsportverband Nordrhein-Westfalen aufgenommen. Durch die erworbene Mitgliedschaft ist unsere Jazztanzgruppe berechtigt, schon in diesen Jahr in der Landesliga - NRW = LL 3 - für Jazz- und Modem-Dance - mitzutanzen. Aus Kreis Gütersloh tanzen bereits 5 Jazztanzgruppen in den Ligen des Tanzsportverbandes. Das erste Turnier wurde in Neuss ausgetragen. Es war für uns alle eine schöne Überraschung, sich gleich für das große Finale qualifiziert zu haben. Wir belegten einen guten 5. Platz. Nach dem Turnier in Borgholzhausen stand am 21. Juni 1992 der Wettkampf in Gütersloh auf dem Programm. Mit einer Wertung 3-3-6-4-3 belegte unsere Jazztanzgruppe einen sicheren 3. Platz.


Nach dem Turnier in Werdohl stehen noch zwei Wettkämpfe offen, die nach den Sommerferien ausgetragen werden. Ein schöner Erfolg für Gruppe und Trainerin ist es, erste Ligazugehörigkeit jedesmal das große Finale und immer eine gute Platzierung erreicht zu haben.

Inge Pley-Duskde




Tischtennis

Gute Saisonerfolge!

Neben den guten Ergebnissen der ersten Schülermannschaft (Kreispokalsieger und Kreismannschaftsmeister) konnten unsere Vereinsspieler auch mit zahlreichen Einzelerfolgen glänzen. Allen voran bei den 35. Ludwig-Wolker-Spielen in Wiedenbrück räumten unsere Spieler ab. In der Schüler-B-Klasse siegten Christoph Ottensmann und Jan Hendrick Mackensen im Doppel. Im Einzel belegte Christoph Ottensmann den 5. Platz In der Schüler-A-Einzelkonkurrenz konnten wir den totalen Erfolg verbuchen.


Die ersten drei Plätze gingen in der Reihenfolge Axel Witlake, Christian Glaß und Kai Wenzke allesamt an uns. Der zweite Platz im Doppel von Kai Wenzke und Christian Glaß rundete den großartigen Erfolg ab. Weitere Titelträger für uns sind Heinrich Buschfranz und Dieter Groß in Herren-C-Doppel und Christoph Reschke im Senioreneinzel sowie im Doppel mit seinem Partner Helmut Martinschledde aus Wiedenbrück. Außerdem belegten Axel Witlake im Jugendeinzel den 7. Platz und Michael Dominas in der Herren-C-Klasse den 5. Platz. Damit belegte unsere Mannschaft den 2. Platz in der Mannschaftswertung hinter Avenwedde vor Wiedenbrück und Bielefeld.


Bei den diesjährigen offenen Gütersloher Stadtmeisterschaften (ein Turnier das erstmals ausgetragen wurde) belegte Niels Handke den ganz hervorragenden 3. Platz. Neben dem 5. Platz von Stefan Randerath bei der Jugend war noch der 4. Platz von Kai Wenzke und Christian Glaß im Schülerdoppel zu verzeichnen.


In der Kreisrangliste werden Phillip Lüdeling (früher GTV) bei den A-Schülern an Platz 5, Stefan Büscher bei den B-Schülern an Platz 10 und Stefan Randerath bei der Jugend an Platz 12 geführt. Vor allem der 12. Platz in der Jugendrangliste von Stefan Randerath ist in sofern zu beachten, wenn man bedenkt, daß er als letztjähriger Spieler der 1. Kreisklasse zahlreiche Spieler aus Kreis- bzw. Bezirksligen geschlagen hat. In der Pflichtspielwertung der Schüler auf Kreisebene konnten wir wiederum einen Doppelerfolg feiern. Wieder war es Axel Witlake, der vor Kai Wenzke mit großem Vorsprung die Punktewertung gewann. Dritter war ein Spieler aus Langenberg. Dies alles sind die verdienten Früchte unserer nun schon dreijährigen intensiven Nachwuchsarbeit.



Editorial

For ever human - Für immer menschlich !

Dieses war der Titel-Song im ZDF zur Sommer-Olympiade '92 in Barcelona. Doch mit dem Ende der Olympischen Spiele sollte der Sinn dieses Liedes nicht vergessen werden. Menschlichkeit im Sport sollte für uns alle selbstverständlicher werden. Und gerade wir im Breitensport können dazu beitragen, daß der Sport noch mehr Menschlichkeit und Freude verbreitet. Der Sport wird oftmals nur als gesellschaftliches Ereignis, als Tummelplatz für Reiche angesehen (siehe Daviscup-Logen für drei Tage - 15.000,00 DM). Der Sport ist aber mehr!


Außer daß er Völkerverbinder sein soll, so soll er uns auch von unseren Alltagssorgen erlösen. Es ist aber unmenschlich und schon gar nicht völkerverbindend, wenn mittlerweile 30 Millionen DM für einen einzigen Fußballspieler gezahlt werden, oder daß jeder Kreisliga - A - Fußballer, der gerade mal vor den Ball treten kann, die Hand aufhält und einige Hundert Mark kassieren will (und bekommt). Deswegen gibt es auch in dieser Sportart so viele Fouls und Verletzte, denn „wenn ich meinen Gegenspieler jetzt nicht umgrätsche, schießt er vielleicht das 1:1 und meine Punkteprämie ist futsch".


Sport und Geld sind in unserer Zeit sicherlich untrennbar. Spitzensport wie in Barcelona - kann nur durch Geld aus der Industrie und von den Medien finanziert werden. Der Breitensport. wie wir ihn betreiben, sollte aber nicht vom Geld abhängig werden. Auch wir brauchen Geld, aber nicht für den einzelnen Spieler in der ersten Mannschaft, der die Hand aufhält, sondern für die ganze Abteilung, für die Nachwuchsmannschaften, für Trainingsmaterial, für Pokale, Urkunden und andere "wichtige Dinge". Menschlichkeit ist, wenn man nach dem Wettkampf nicht an finanzielle Einbußen denkt, sondern dem Gewinner, dem Gegner gratuliert.


Das schönste Bild bei den Olympischen Spielen war für mich, als die Zehnkämpfer, ob Sieger oder Verlierer, sich nach dem 1500m - Lauf in den Armen lagen und zu einem guten Wettkampf beglückwünschten. Dies sollte für uns genauso selbstverständlich werden  - aber wahrscheinlich bleibt es nur ein Wunsch.


Christian Randerath