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DJK Echo 1991

Auszüge aus dem DJK-Echo, September 1991
Es steht auch als PDF unter Downloads bereit



Grußwort

Liebe Sportlerinnen, liebe Sportler! Vereinskultur ist in jedem Verein vorhanden, ob man sich ihrer bewußt ist und sie gezielt steuert oder auch nicht. Insbesondere in Vereinen, die bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken können, ist die gewachsene Art des Auftretens und des Verhaltens vielfach ein fester Teil der eigenen - gelebten Identität. Daß wir heute öfter über dieses Thema reden und seiner Bedeutung für die Vereinsführung mehr Beachtung schenken, mag im Besonderen mit zwei Entwicklungen zusammenhängen. Wandel und Anpassung Auf die sich schnell ändernden Bedingungen und Anforderungen an die Vereine läßt sich nur noch sehr schwer mittels langfristiger Planung und einer Veränderung der Vereinsstruktur angemessen reagieren.


Die Fähigkeit zum Wandel und zur schnellen Anpassung wird nicht nur vom Verein als Ganzem sondern auch vom Mitglied in seinem Aufgabenbereich gefordert. Das Mitglied nimmt diese Änderungen dann als bedrohlich war, wenn verläßliche Werte und Prinzipien als Orientierung fehlen und nicht bewußt sind. Umgekehrt wird es sie jedoch als Chance sehen und aktiv mitarbeiten, wenn sich aus der Vereinskultur zeigt, was für den Einzelnen diese Veränderungen positiv bewirken können. Bereitschaft zur aktiven Anpassung muß daher ebenso ein Teil der Vereinskultur sein, wie der Bestand grundlegender Überzeugungen, die durch diese Veränderungen nicht infrage gestellt werden dürfen.


Eine wirksame Vereinskultur kann nicht verordnet werden. Die Beteiligung aller Mitglieder bei ihrer Gestaltung ist selbst Teil dieser Kultur und Voraussetzung dafür, daß eine Identifikation aller Mitglieder mit dieser Kultur und den Zielen des Vereins erst möglich wird. Das Mitglied wird sich im Wertsystem wiederfinden und dort seinen Freiraum und seine Selbstverwirklichung bei seinen Aufgaben in der Abteilung oder Arbeitsgruppe finden.


Die Wertvorstellungen einer Organisation bleiben Worthülsen, wenn sie sich nicht in Denken und Handeln aller wiederfinden. Hierzu gehört eine stetige Aus- und Weiterbildung sowie die Auseinandersetzung mit den Zielen des Vereins, damit hieraus eigene Verhaltensmuster entstehen können. Natürlich darf die Vereinsführung Vereinskultur nicht nur als Führungsinstrument benutzen sondern muß sie konkret vorleben. Dies alles ist im Grunde nichts grundsätzlich Neues sondern es macht uns nur Nieder Tugenden bewußt, die erfolgreiche Führung schon immer ausgezeichnet haben.


Klaus Bartscher

Pressesprecher des Stadtsportverbandes Gütersloh



Gymnastik

DJK Gütersloh - Vizemeister

Beim ersten Gruppenwettbewerb "Tanz" des Westfälischen Turnerbundes am 26- Mai d. Jahres - starteten 29 Gruppen aus 9 verschiedenen Gauen. Aus unserem Gau Minden-Ravensberg waren es allein 5 Gruppen- Gewertet wurde eine freie Tanzgestaltung nach Musik bis 5 Minuten Dauer, wobei der Jazz-Tanz entschieden dominierte. Die Jazz-Dance-Gruppe der DJK ertanzte sich in der Wettkampfklasse Turnerinnen I nach der Musik „Fame" zusammen mit dem VTB Siegen den 2. Platz Beide Gruppen erreichten eine Punktzahl von 8,80. Allen Turnerinnen und der Trainerin Pley-Duske gratulieren wir recht herzlich. - Weiter so!



Schnappschüsse

Liebe DJKler,

auch in diesem Jahr gab es eine erfreuliche Teilnehmerzahl bei den Ludwig-Wolker-Spielen im Tischtennis. Knapp 150 Sportler spielten an fünf Turniertagen um den Titel eines Kreisverbandsmeisters. Die großen Teilnehmerquoten bei den Jüngsten und die wachsende Zahl bei den Ältesten geben Aufschluß darüber, daß der Tischtennissport in einer großen Bandbreite größte Beliebtheit erfährt. Nach genau zehn Jahren Abstinenz war dieses Mal die DJK Gütersloh Ausrichter. Die Gesamtleitung hatte Silke Kosfeld geb. Horenkamp. Zusammen mit ihrem Vater, Reimund Horenkamp, und weiteren Helfern wurde das Turnier reibungslos abgewickelt. Davon konnte sich auch die Prominenz überzeugen.


Der Kreisvorsitzende, Josef Seidensticker, und die neu gewählte Vorsitzende der DJK Gütersloh, Sigrid Bartscher, sahen interessiert den einzelnen Wettbewerben zu. Josef Seidensticker überbrachte die Größe des Diözesan-Vorstandes aus Dortmund und erklärte, daß Tischtennis die einzige Sportart ist, die seit Jahrzehnten im Rahmen der Ludwig-Wolker-Spiele gepflegt wird und keinen Stillstand hatte. Sigrid Bartscherss Interesse war so groß, daß sie spontan viele Siegerfotos schoß, um diese dann im DJK-Echo zu veröffentlichen.


Tischtennisfachwart Manfred Przybilla, der an allen Turniertagen als Oberschiedsrichter fungierte, sagte: "Diese Spiele werden weiter leben!“ 1992 kann es der Ausrichter DJK Eintracht Wiedenbrück unter Beweis stellen. Die nachfolgenden Ergebnisse zeigen, daß es in fast allen Klassen Favoritensiege gab. Einen besonders großen Jubel gab es in der Damen-B-Konkurrenz, wo im Doppel Silke Fislake (DJK Avenwedde) uns Silke Kosfeld (DJK Gütersloh) Erste wurden. Silke Kosfeld streckte die Faust wie Boris Becker gegen die Hallendecke und rief: „Ich kann’s noch!“ Macht weiter so!


Es grüßt Euch

Manfred Przybilla, Tischtennisfachwart des DV



Editorial

Schenken hat etwas mit Gedenken zu tun. Da gibt es dann schnell Gelegenheiten, ach was, Verpflichtungen zum Gedenken und Schenken, daß man mit den Feiern gar nicht mehr nachkommt und mit dem Schenken erst recht nicht. Doch um Himmels willen, was schenkt man, besonders jemandem, der oder die schon alles hat? Dazu gehören die Selbermacher und die, die schon alles haben. Wer kennt es nicht, dieses erwartungsvolle Lächeln, das dann jählings verfällt, wenn die Porzellanvase ausgewickelt wird und man zur Antwort bekommt: "Ich sammle ja nur noch 'Meißner'."


Mit Verstand, da genügt in Zukunft nur noch ein warmer Händedruck, aber wer traut sich schon?! Bin ich Rothschild, ist Schenken Wertevermehrung auf höchster Preisebene? Früher genügte für die Mädchen vom Ballett eine Rose am Bühneneingang; und selbst heute dürfen Prinzessinnen aus Staatsräson keine Geschenke von Verehrern annehmen! Da lob ich doch die Tochter eines Bekannten, die 10x Zimmer-Aufräumen ohne Ansage schenkte. Gut so, das sind Geschenke vollkommen ohne wert, aber voller Gefühl. Wie wäre es denn, wenn die versammelte Mannschaft Jubilar ein Schlagerpotpourrie aus seinem Geburtsjahr singt, Kassette geht auch!


Wie kommt man auf solche Ideen? Das ganze Jahr umschauen, gleich notieren und zuhören, wenn jemand etwas sagt. Manches sieht man auf Reisen und denkt sich, das genau ist es - für Mama, für das Kind oder für ein Mitglied im Verein -. Kaufen und in die Geschenkschublade legen.

Gute Geschenke sind Spitze und nicht so leicht zu wiederholen wie Pralinen, Bücher oder Blumen!


Sigrid Bartscher